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Gigatron – ein TTL Mikrocomputer

Auf das Gigatron Projekt wurde ich über einen Thread im VzEkC-Forum aufmerksam. Es handelt sich beim Gigatron um einen rein auf TTL-Bausteinen basierenden Computer, der gänzlich ohne eine CPU auskommt. Die Bausteine einer CPU werden also mittels TTL-Bausteine nachgebildet. Höchst interessant!

Die Gerber Dateien für das Projekt sind frei verfügbar, weitere, teils sehr ausführliche Informationen sind über die Projektwebseite verfügbar. Auf Github ist die dazu passende Software verfügbar.

Im Forum gab es dankenswerterweise eine Sammelbestellung für die Platinen. Für die Bauteilbeschaffung habe ich Mouser verwendet, da dort ein zum Projekt passender Warenkorb abgelegt ist.

Was mich besonders beeindruck hat, ist das ausführliche, und sehr liebevoll gemachte Manual, welches den Aufbau des Systems auch für Anfänger leicht verständlich beschreibt. Selbst kurze Einführungen in Elektronik, das Löten, sowie Erklärungen der benötigten Komponenten, sind enthalten. Der gesamte Aufbau, incl. Prüfprozeduren ist detailliert und bebildert beschrieben - sehr schön!

Aufbau Teil 1

Nachdem ich mir alle Bauteile der BOM zurecht gelegt hatte, ging es los.

Als erstes kamen die 0.1uF Abblockkondensatoren an die Reihe. Man kann sich vorstellen, dass man bei einem rein auf TTL-Bausteinen basierenden Rechner etliche davon benötigt - insgesamt 40 Stück gilt es zu verbauen. Es bietet sich an, nicht alle in einem Rutsch zu bestücken - es wird sonst viel zu eng, um noch vernünftig löten zu können. Habe es auf drei Durchgänge verteilt.

Als nächstes kam die Stromversorgung an die Reihe. Als Input dient ein USB-Netzteil. Auf dem Board sitzt dann - neben einer Sicherung, einem Kondensator zur Glättung, einer Power-LED - ein sog. Supervisory Circuit, welcher nach anlegen der Versorgungsspannung solange wartet (ca 350 ms), bis diese sich stabilisiert hat und dann den Programmzähler des Systems auf NULL setzt.

Danach war dann die Takterzeugung an der Reihe. Diese besteht aus einem 6,25 MHz Quarz, einem 74HCT04, sowie ein paar Kondensatoren und Widerständen.

Im nächste Schritt (Teil 2 des Berichtes) geht es dann mit den 40 Sockeln für die ICs weiter. Habe mich übrigens entschieden, alle ICs zu Sockeln, nicht nur das RAM und das EPROM - aber das mache ich dann erst morgen.

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